|||                Soziale Dreigliederung                 |||

Freiheit - Gerechtigkeit - Verantwortung

5.2   Verkehrswende


Hiermit unterstützen wir die Forderungen der Allianz mobilitätswende in Baden-Württemberg. 

[5.2.1] Ziel der Verkehrspolitik ist ein optimales Zusammenspiel der verschiedenen Verkehrssysteme. Wir wollen die einseitige Förderung des Autoverkehrs beenden und einen klugen Mix der Ideen umsetzen. Dabei geht es nicht nur um die Reduzierung des Energieverbrauchs, sondern auch um das Schaffen von lebenswerten Räumen in den Städten und Gemeinden. 

[5.2.2] Wir fordern:

1. den Kfz-Verkehr in den Städten zu verringern;

2. den Fuß- und Fahrradverkehr zu fördern, unter anderem durch ein Netz an Fahrradschnellwegen und die Förderung von schnellen E-bikes;

3. Verkehrsvermeidung zum Grundprinzip der Ortsentwicklung erheben, mit dem Ziel dass die Bewohner eines Quartiers ihr Leben nach Wunsch ohne einen privaten PKW führen können;

4. durch Umwidmung von Verkehrsflächen lebenswerten Raum in den Städten zu schaffen;

5. die Kapazitäten des öffentlichen Verkehrs zu verdoppeln;

6. On-Demand-Mobilität und Sharing-Angebote in den Nahverkehrsplänen zu verankern;

7. Waren und Güter klimaneutral und umweltschonend zu transportieren.

[5.2.3] Dazu schlagen wir folgende Sofortmaßnahmen vor:  

1. Der Ausbau des ÖPNV und des Rad- und Fußverkehrs wird gefördert. 

2. Ortsmitten werden nach Möglichkeit verkehrsberuhigt und die dortigen Parkplätze werden zu Aufenthaltsflächen umgewidmet.

3. In jeder Stadt und in jedem Dorf wird ein attraktives Angebot von Car- und Bike-Sharing geschaffen.

4. Der Aus- und Neubau von Straßen wird in den nächsten zehn Jahren auf das Notwendige beschränkt und dient vorrangig dem ÖV und dem Radverkehr.

5. Kostenloses Parken von Autos wird die Ausnahme.

6. Auf Autobahnen gilt ein Tempolimit von 130, auf Landstraßen von 90 km/h.